Stress und Denkmuster

 

Stress kann viele Ursachen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass bestimmte Ereignisse Sie unverhältnismäßig stark in Stress geraten lassen, ist vor allem dann recht gross, wenn sie zu den Menschen gehören sollten,

  • die an sich selbst sehr hohe Erwartungen stellen und unbedingt alles erreichen müssen, was sie sich selbst vorgenommen haben;
  • die eigene Fehler nur schwer zugeben können;
  • die erwarten, dass andere die gleichen Einstellungen, Wertmassstäbe usw. wie sie selbst haben;
  • die Pessimisten sind und zu einer negativen Weltsicht neigen;
  • die nie gelernt haben „nein“ zu sagen, die sich selbst immer neue Aufgaben aufbürden, oder sie sich widerspruchslos von anderen zuteilen lassen;
  • die meinen, möglichst alle Menschen mit denen sie zu tun haben müssten sie lieben oder zumindest anerkennen;
  • die Schwierigkeiten am liebsten aus dem Weg gehen und damit riskieren, dass diese allmählich immer größer werden;
  • die meinen, sie müssten sich immer und unter allen Umständen um alles selbst kümmern;
  • die sich nicht vorstellen können, dass andere Menschen eine Sache ganz anders erleben und bewerten als sie selbst;
  • die nicht glauben, dass man sich als Erwachsener noch ändern kann („Ich bin nun mal so“);
  • die nicht gelernt haben, auf die Warnsignale ihres eigenen Körpers zu achten;
  • die sich bisher nur selten einmal Gedanken über die Grenzen ihrer eigenen Kräfte gemacht haben;
  • die Gedan­ken haben, wel­che die eigene Ver­ant­wort­lich­keit leug­nen und davon aus­ge­hen, dass man durch andere Men­schen oder die Umwelter­eig­nisse gesteu­ert wird.

Latenter Stress kann schwerwiegende Folgen haben. Sollten Sie mehrere der oben genannten Überzeugungen bei sich selbst identifizieren, ist die Gefahr sehr gross, dass Sie an stressbedingten Störungen leiden.